LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis)

Bei der LASIK wird die oberste Hornhautschicht präpariert – mit dem neuen Mikrokeratom Amadeus II, einer Art mechanischem Präzisionsskalpell. Es entsteht eine hauchdünne Hornhautlamelle (Flap), die zur Seite geklappt wird (Abb. 1). Dann trägt der Laser im darunter liegenden Hornhautgewebe einen vorab exakt berechneten Anteil ab, so dass der Brennpunkt nach der Behandlung genau auf der Netzhaut liegt (Abb. 2). Anschließend wird die Hornhautlamelle wieder zurückgeklappt. Sie haftet von selbst und schützt als körpereigenes Pflaster vollständig die Oberfläche des Auges (Abb. 3). Der Heilungsprozess verläuft in der Regel rasch und schmerzfrei. Der Patient erreicht schnell die volle Sehkraft (Abb. 4).

Abb. 1: FlapAbb. 2: LaserAbb. 3: VerschließenAbb. 4: Erfolg

Von allen zur Verfügung stehenden Augenlaser-Methoden zur Behebung von Sehfehlern ist die LASIK die am häufigsten angewandte Form. Es gibt aber noch andere Verfahren, mit denen Sehfehler durch den Abtrag von Hornhautgewebe mit dem Excimer Laser korrigiert werden:

Femto-LASIK

Die Femto-LASIK unterscheidet sich von der LASIK nur in der Art, wie die Hornhautlamelle (Flap) präpariert wird. Während bei der LASIK ein Mikrokeratom verwendet wird, kommt bei der Femto-LASIK ein berührungsfrei arbeitender Laser, der Femto-Sekundenlaser, zum Einsatz.

PRK (Photorefraktive Keratektomie)

Die PRK ist eine Oberflächenbehandlung und gehört zu den Urformen der Augenlaser-Verfahren. Sie wird meist nur bei einer sehr dünnen Hornhaut angewendet. Bei der PRK entfällt die Präparation einer Hornhautlamelle. Während einer PRK-Behandlung wird die oberflächliche Zellschicht (Epithel) der Hornhaut vollständig entfernt. Anschließend wird die Hornhautoberfläche mit dem Laser je nach bestehender Fehlsichtigkeit modelliert. Die oberste Hornhautschicht regeneriert sich in etwa drei bis vier Tagen. Der Heilungsprozess wird durch eine schützende Kontaktlinse, Medikamente und Augentropfen unterstützt.

LASEK (Laser-epitheliale-Keratomileusis)

Die LASEK ist eine Oberflächenbehandlung und gilt als Weiterentwicklung der PRK. Sie kombiniert die Vorteile der LASIK- und PRK in einem Verfahren. Bei der LASEK entfällt die Präparation einer Hornhautlamelle. Die oberflächliche Zellschicht (Epithel) wird mit einem stumpfen Aufsatz mit Hilfe des Mikrokeratoms Amadeus II vorsichtig gelöst und zur Seite geschoben. Dann wird mit dem Laser soviel Gewebe entfernt, wie zur Wiederherstellung der optimalen Sehschärfe notwendig ist. Anschließend wird das Epithel wieder zurückgeschoben. Nach der Behandlung erhält der Patient einen Augenverband. Für die ersten drei bis vier Tage nach der Behandlung wird zudem eine Kontaktlinse eingesetzt, um das Auge zu schützen. Im Vergleich zur PRK ist die Heilungsphase kürzer und das nachoperative Schmerzempfinden geringer.

TransPRK / No Touch PRK (Transepitheliale Keratektomie)

Bei der TransPRK handelt es sich um eine innovative Weiterentwicklung der gängigen Oberflächenbehandlungen LASEK und PRK. Dabei wird das Epithel, also die regenerierbare Oberfläche des Auges, mit dem Laser abgetragen. Die TransPRK ist die einzige Oberflächenbehandlung, bei der das Auge nicht mit einem Instrument berührt werden muss. Zudem lässt sich das Epithel präziser und einfacher als beim manuellen Abtrag entfernen.

Weitere Erläuterungen erhalten Sie im Video über die TransPRK

Wellenfront-Behandlung

Beeinträchtigen Unebenheiten des Auges das Sehen (Sehfehler höherer Ordnung), so lassen sich diese mit einer wellenfrontgeführten Behandlung korrigieren. Die Wellenfront-Analyse ist sehr detailliert und wird bei der Voruntersuchung am Auge vorgenommen. Corneale Wellenfrontdaten und/oder okulare Wellenfrontdaten werden einbezogen und ermöglichen eine individuell exakt angepasste Laserbehandlung.

PTK (Phototherapeutische Keratektomie)

Mit der PTK können oberflächliche Narben oder Trübungen der Hornhaut entfernt werden. Auch bei der Heilung immer wieder auftretender Erosionen des Hornhautepithels zeigt die PTK sehr gute Wirkung. Dabei wird nach örtlicher Betäubung die krankhafte Hornhautveränderung mit dem Laser abgeschliffen und die entstandene Wundfläche mit einer Kontaktlinse für wenige Tage geschützt. In dieser Zeit kann unter der Verbandslinse wieder eine glatte Hornhautoberfläche entstehen.

Voraussetzung und Voruntersuchung

Vor jedem Eingriff ist eine umfassende individuelle Untersuchung und Beurteilung durch unser Team erforderlich. Von einer Laserkorrektur wird dabei in folgenden Fällen abgeraten:

  • chronisch fortschreitende Hornhauterkrankung (z. B. Keratokonus)
  • systemische Immunerkrankung
  • Alter unter 18 Jahre
  • instabile Fehlsichtigkeit
  • Grauer Star